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Celler Jusos plädieren für mehr Mitwirkung in politischen Gremien

In der Diskussion um Jugendliche im Jugendhilfeausschuss der Stadt Celle melden sich die Jungsozialisten in der SPD zu Wort. Die Jusos Celle fordern eine generelle Einbindung von Jugendlichen in alle jugendrelevanten Gremien, wo sie durch Stimmrecht den Entscheidungsprozess aktiv beeinflussen und mitgestalten wollen. „Lediglich im Jugendhilfeausschuss einen Jugendlichen zu platzieren, der möglicherweise nicht einmal stimmberechtigt wäre, wäre ein ungenügender Schritt“, so der Vorsitzende des Jusos Celle, Yannick Tahn.

Die aktuelle Situation im Jugendhilfeausschuss ist aus seiner Sicht für junge Celler absolut nicht hinnehmbar. Alle Diskussionen um ein nicht-stimmberechtigtes Mitglied in dem Ausschuss seien Augenwischerei. Das gleiche gelte auch für den von Oberbürgermeister Dr. Jörg Nigge eingebrachten Jugendbeirat. Die Jugend dürfe nicht länger damit hingehalten werden, in irgendeinem „Beirat“ diskutieren zu dürfen. Die Meinung der gesamten Jugend müsse gefragt sein und ernst genommen werden. Erst dann könne und werde auch das Interesse der Jugend an politischen Prozessen wieder zunehmen.

„Um jungen Menschen eine sinnvolle und attraktive Möglichkeit der Mitgestaltung zu schaffen, müssen sie deswegen in allen Gremien sitzen, die Einfluss auf ihre Lebensumstände haben. Viele gestalten beispielsweise ihre Freizeit mit sportlichen Aktivitäten oder sind Mitglied des lokalen Sportvereins, so sollten sie auch tatkräftig die Entscheidungen des Sportausschusses mitbestimmen können. Im Ausschuss ‚Schulangelegenheiten, Soziales und Integration‘ sitzt zum jetzigen Zeitpunkt kein Vertreter der Schülergemeinschaft, geschweige denn überhaupt ein junger Mensch“, bemängelt Tahn.

Dass es hier eines grundsätzlichen Umdenkens bedürfe, machte für die Celler Jusos auch die Bundesministerin für Jugend, Manuela Schwesig (SPD) bei der Eröffnung der „JugendPolitikTage2017“ deutlich. Dort sagte sie: „Keine Entscheidung für Jugendliche, ohne Jugendliche.“ Um dem ein Stück näher zu kommen, werden sich die Jusos Celle für die entsprechenden Anpassungen der Rahmenbedingungen solcher Vertreter einsetzen. „Fünf Jahre Amtszeit gehen an der Lebensrealität der Jugendlichen schlichtweg vorbei und sind ein Hindernis, das sich massiv negativ auf die Begeisterung und die Bereitschaft von Interessenten auswirkt. Vielmehr ist eine Wahlzeit von einem Jahr realistischer und angebrachter“, finden die Jusos Celle.

„Durch diese gezielte Förderung von jugendlichem Engagement in den Gremien würde die Politik jungen Menschen die Möglichkeit bieten, so direkt wie sonst nirgends auf Themen, die sie unmittelbar betreffen, selbst Einfluss zu nehmen“, resümiert der Vorsitzende der Jusos Celle, Yannick Tahn. „Das würde die Politik erfolgreich bei jugendpolitischen Themen voranbringen und das Vertrauen ineinander wieder stärken. So wie es aktuell läuft, kann es jedenfalls nicht weitergehen!“